Rebel Curves – the beginning oder wie die Kurven rebellisch wurden

Rebel Curves… ja wie hat das mit Rebel Curves angefangen?

Also eigentlich ja in meiner Jugendzeit, als feststand ich werde niemals die Maße 90-60-90 erfüllen. Jahrelang habe ich versucht in ein Bild zu passen, in das ich sprichwörtlich einfach nicht pass(t)e. Ich bedauerte mich und die Tatsache, dass ich niemals so tolle Kleider tragen könnte wie die Models, und trug weiterhin meine XXL Pullis und die Strickjacken.

Erst als ich 2003 nach Mailand zog und dort täglich mit Models und „Veline“ (italienisches Showgirl) konfrontiert wurde, änderte sich das. Es wurde mir nämlich ein typischer Wesenszug des weiblichen Geschlechts bewusst: wir sind eigentlich fast immer ein bisschen unzufrieden mit dem was uns Mutter Natur in die Wiege gelegt hat: Haben wir glattes Haar, dann wollen wir es gelockt, haben wir viel Brust, wollen wir es einen Ticken kleiner oder sind wir sehr anders gebaut als das was gerade Mode ist, versuchen wir entweder auf Biegen und Brechen dem Bild zu entsprechen oder resignieren und tun so als würde uns das alles nicht tangieren.
Ich bin auch heute noch so, zumindest was die Haare angeht 🙂

Allerdings habe ich eine wichtige Lektion gelernt in dieser lauten, bunten Modestadt: Es ist wirklich völlig egal, welche Kleidergröße Du hast, Hauptsache Du kleidest Dich mit Stil. Und zwar DEINEM Stil!
Das hatte ich auch in Deutschland schon in zig Zeitschriften gelesen, es war also nicht die absolut neueste Erkenntnis: aber in Mailand habe ich es zum ersten Mal richtig erlebt und dann auch gelebt.

Ich gebe zu, es ist mir nicht immer leicht gefallen passende Kleidung in meiner Größe zu finden, in der ich mich sexy, elegant oder einfach nur süß fand. Aber mit der Zeit fand ich immer mehr Mode, in der ich mich wohlfühlte und das auch ausstrahlte; und das auch durchaus in einem kurzen oder engen Kleid.

Dann zog ich nach 7 Jahren wieder zurück nach Deutschland. Crash. Boom. Neuanfang.

Meine Shoppingmöglichkeiten ab 2011 reduzierten sich plötzlich drastisch. Da in den meisten Läden die sogenannten „Anschlussgrößen“ 46 und 48 gar nicht existieren bzw. als erstes ausverkauft waren, blieben nur C&A und Ulla Popken, und ab und an das ein oder andere aus der B&B Collection von H&M.

Irgendwann habe ich dann mehr oder weniger zufällig die Mode der 50ger Jahre (wieder)entdeckt und festgestellt, dass diese Mode Kurven aller Formen einfach toll betont.

Natürlich wollte ich direkt loslegen und meinen kompletten Kleiderschrank umkrempeln. So der Plan. Bei dem blieb es dann auch vorerst, denn es stellte sich heraus, dass fast alle Kleider nur bis Größe 42 oder 44 gingen. Die wenigen Kleider die es dann tatsächlich noch bis Größe 48/50 gab, bestellte ich natürlich sofort. Leider musste ich dann schmerzlich feststellen: wo 48 draufsteht, passt noch lange keine 48 rein, da die meisten Kleider eben (teilweise erheblich) kleiner ausfallen.

Ich bestellte also Kleid um Kleid und schickte eines nach dem anderen enttäuscht zurück. Dann begann ich in den USA & England zu bestellen. Dort war man uns eben einfach voraus: Kleider bis Größe 60 – Musik in meinen Ohren. Leider war dies mit erheblichen Kosten und Aufwand, mit Zoll und langen Lieferzeiten verbunden. Wieder nicht optimal, aber wenigstens passte das ein oder andere Kleid.
Nach einer Weile war ich so frustriert, dass ich mir 2012 schwor, irgendwann einen Laden zu eröffnen, wo es solche Kleider auch für „richtige“ Plus-size Größen geben sollte. Und zwar in Deutschland!

3 Jahre später hängte ich meinen stressigen Job an den Nagel und gründete „Rebel Curves“:

Einen Laden, mit schönen Kleider und passenden Accessoires wie Strumpfhosen, Nylons oder für den Sommer – die kurzen Formhosen, die verhindern, dass man sich die Oberschenkel wundreibt. (Ich denke Ihr wisst, was ich meine)

Einen Laden, der nicht nur Kleider anbietet, sondern auch Hilfestellung leistet, der die Passform kennt und wo frau schon von vorneherein weiß, ob ein Kleid klein oder groß ausfällt.

Einen Laden, in dem man sich nicht erst stundenlang durch kleine Größen wühlen muss, in der Hoffnung die letzte große Größe vielleicht doch noch zu finden.

Einen Laden, der von Kopf bis Fuß auf die speziellen Anforderungen von Plus-Size Größen ausgerichtet ist: sei es von schicken Schuhen mit moderatem Absätzen und breitem Schaft bis hin zu Ketten, die ein Verlängerungskettchen haben, damit sie perfekt an jedem Hals liegen.

Wie Ihr seht, dürft Ihr einiges von Rebel Curves erwarten. Ich habe mir ein hohes Anforderungsprofil auferlegt, das ich hoffe zu Eurer vollsten Zufriedenheit erfüllen zu können.

Für 2017 habe ich mir daher vorgenommen die Produktpalette auch um eine eigene Kollektion zu erweitern, die sich durch pfiffige Schnitte, schöne Stoffe und hohen Tragekomfort auszeichnet.

Auch der Bereich Unterwäsche, speziell Büstenhalter, soll hinzukommen, ebenso wie hochwertige Lederschuhe mit breitem Schaft im Vintage-Look.

Ich hoffe meine Ideen und Bemühungen finden Eure Zustimmung und würde mich freuen Euch im Kreise der „Rebellinnen“ begrüßen zu dürfen.

Bei Fragen, Anregungen, Lob und ja, auch Kritik schreibt mir einfach an team at rebel.curves.com.

 

Rebellische Grüße

 

Pat aka Rebellin2.0

5 Gedanken zu „Rebel Curves – the beginning oder wie die Kurven rebellisch wurden

  1. ich versuche hier in hamburg mich auf diese mode umzustellen. konfekt.grösse 50. vielleicht schaffe ich es nach münchen zu kommen. habe allerdings bei kleidern u mänteln “auch nur” gr. 40 und 48 gesehen. aber es geht wohl nichts übers anprobieren bei dir im geschäft. herzliche grüsse von jordis die diese mode noch in erinnerung hat. jordis braun. waldreiterring 19. 22359 hamburg

  2. habe meinen kommentar aufgeschrieben. dass ich in hh versuche mit meiner kleidergrösse 50 versuche auf diese mir aus meiner kindheit erinnerliche mode umzustellen
    und dass ich versuche nach münchen zu kommen
    liebe grüsse
    jordis braun

    1. Hallo liebe Jordis,
      würde mich sehr freuen Dich in München begrüßen zu dürfen. Du hast Recht – die Kleider anzuprobieren hat Sinn, gerade wenn man die Hersteller und deren Größen noch nicht kennt. Aber keine Angst, Du musst nicht jedes Mal nach München kommen – wenn für Dich die passenden Modelle gefunden haben, dann schreiben wir alles auf und Du kannst dann auch bequem übers Internet bestellen. 🙂
      Bezüglich der Mäntel: Ich trage Größe 48 und bei manchen Mänteln passt mir eine 3XL manchmal eine 4XL – das hängt sehr vom Schnitt ab und natürlich auch vom Hersteller, das müsste man wirklich mal anprobieren. Aktuell bin ich auch noch auf der Suche nach anderen Herstellern, die mehr vintage-inspirierte Mäntel etc anbieten.
      Liebe Grüße Patricia

      1. Hallo meine Liebe. Da ich inzwischen eine Bekannte hinter Bad Aibling habe, die mich auch eingeladen hat, werde ich gern im kommenden Jahr bei Dir reinschauen nsch vorheriger Anmeldung!.
        Liebe Grüsse, Jordis

        1. Liebe Jordis,
          ich freue mich auf Deinen Besuch.
          Den Showroom wird es im neuen Jahr nicht mehr geben, sondern nur noch Online, aber wenn Du in Bad Aibling bist, finden wir sicherlich eine Lösung 😉

          Liebe Grüße nach Hamburg

          Patricia

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